Wildpferde (Equus ferus)

 

Wie der Wisent und der Auerochse, so besiedelten nach der Eiszeit auch Wildpferde unsere Breiten. Nach den in der Eiszeit eingetretenen einschneidenden Umweltveränderungen blieb in Eurasien eine Wildpferdart (Equus ferus) existent. Sie kann heute klar in zwei Unterarten gegliedert werden.

In Asien lebte das nach seinem späteren Entdecker benannte Przewalski-Pferd (Equus ferus przewalski).
Dieses Wildpferd überlebte dank Erhaltungszucht in Zoos. Ein kleiner wieder ausgewilderter Bestand lebt heute in der Mongolei.
Zum charakteristischen Erscheinungsbild gehören die fahlgelbe Farbe mit dicker Stehmähne, spärlichem Schweif, Zebrastreifen an den Beinen, grobem ramsnasigen Kopf mit kleinen Augen. Es ist sehr temperamentvoll und angriffslustig. Von ihm stammen verschiedene asiatische Ponys ab, wie z.B. das Mongolenpony.


Europa wurde vom Tarpan (Equus ferus gmelini) besiedelt. Er beeinflußte die Zucht europäischer Reit- und Zugpferderassen entscheidend. Leider wurde der Tarpan Mitte des 19. Jahrhunderts ausgerottet. Sein direkter Nachfahre ist das Konik mit gleichem Erscheinungsbild, wenn auch durch Anglo-Araber beeinflußt.

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Koniks sind relativ klein, mausgrau mit Aalstrich, Kippmähne, Zebrastreifen an den Beinen, kurzem keilförmigen Kopf, größeren Augen und üppigem Schopf sowie kleinen spitzen Ohren.
Die Existens des Koniks verdanken wir der Privatzucht und Erhaltungszucht der Akademie der Wissenschaften Polens. Das Konik (polnisch = kleines Pferd) ist sehr genügsam, trittfest, anpassungsfähig, charakterlich freundlich, neugierig und sehr umgänglich.
Es verfügt über sehr große Zugkraft und ist besonders als Kinderreitpferd geeignet.


Der Wildpark Johannismühle beteiligt sich an der Zucht der Koniks, den Nachfahren des Tarpan.