Das Europäische Schwarzwild (Sus s. scrofa)



 

Schwarzwild lebt gesellig in Rotten.
Die Rotte besteht aus Bachen, Überläufern und Frischlingen. Ältere Keiler sind dagegen Einzelgänger, die sich nur in der Rauschzeit der Rotte anschließen. In freier Wildbahn stehen die Sauen tagsüber im Dickicht oder Farn. Durch ihre keilförmige Gestalt, die dicke Schwarte und die harten Borsten sind die Wildschweine bestens ausgerüstet, auch stärkstes Dickicht zu durchdringen.

Die Rauschzeit ist gewöhnlich im Dezember/Januar, kann aber abhängig von Wetterlage und Ernährungszustand bereits im November oder erst im März stattfinden. Im 2. Lebensjahr wird das weibliche Stück geschlechtsreif. Die Zahl der meist im März gesetzten Frischlinge schwankt zwischen drei und neun Stück. Sie sind braun und gelb gestreift, sehr lebhaft und folgen anfänglich ihrer Mutter überallhin.



 Die Körperlänge beim Keiler über Kopf und Rumpf beträgt ca. 1,80 m, die Schulterhöhe bis zu 1,10 m.

Durch ihr Gewaff sind Keiler sehr wehrhaft.


Da das Schwarzwild in Deutschland keine natürlichen Feinde mehr hat, verbreitet es sich außerordentlich stark und richtet insbesondere in der Landwirtschaft erhebliche Schäden an, wenn der Bestand nicht durch zielgerichtete Bejagung in Grenzen gehalten wird.


Die in Johannismühle lebenden Wildschweine sind an die Begegnung mit Menschen gewöhnt und deshalb sehr zutraulich. Trotzdem sollten die Besucher jeden Körperkontakt vermeiden, um keinen Schaden zu nehmen.